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Google Pay: Welche Banken sind dabei?

Google Pay
Geschrieben von Marco Bernuti

Google Pay gibt es in Deutschland seit dem 26. Juni 2018. Mittlerweile wird der Bezahldienst durch diverse Banken unterstützt. Doch welche Banken sind dies? Wir klären auf!

Hinweis: dieser Beitrag wird regelmäßig aktualisiert. Letzte Aktualisierung: Dienstag, 12. November 2019.

Google Pay ermöglicht kontaktloses bezahlen an Supermarktkassen mit dem Smartphone oder Smartwatches. Möglich ist dies durch den integrierten NFC Chip. Damit Zahlungen an Ladenkassen möglich sind, muss jedoch eine Kreditkarte in der Google Pay App hinterlegt werden. Dies funktioniert nur, wenn die kartenausgebende Bank dies zulässt.

Seit dem Start von Google Pay in Deutschland hat sich die Zahl der teilnehmenden Banken nach und nach vergrößert. Diese Institute bzw. Zahlungsdiensteanbieter unterstützen Stand November 2019 Google Pay:

• Allianz – Allianz Pay und Protect Visa Karte
• boon. – boon. Mastercard
• Bunq – Mastercard-Debitkarten
• BW-Bank – VISA- und Mastercard-Karten
• comdirect – Kredit- und Prepaid-Karten von Visa
• Commerzbank – Alle Mastercard- und Visa-Karten
• Consors Finanz – Mastercard-Karten
• Consorsbank – Visa-Karten
• DKB – Visa-Karten und Miles & More Mastercard
• ING – Alle Visa-Karten
• Klarna – Visa-Karten
Monese – Monese Karten
N26 – Alle Mastercard-Karten
• Openbank – Mastercard-Karten
• Paypal
Revolut – Alle Karten
• VIMpay – Mastercard von VIMpay

Quelle: Google Support

Es fällt auf, dass vor allem viele große Banken auf der Liste fehlen. Die Sparkassen sowie die Volks- und Raiffeisenbanken haben eigene Lösungen entwickelt. Auch die Deutsche Bank und viele andere private Institute unterstützen Google Pay nicht. Dies ist nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass die Banken eigene Lösungen planen und sich das Geschäft mit mobilen Zahlungen nicht von dem Suchmaschinenriesen Google aus der Hand nehmen lassen möchten.

Die Möglichkeit von PayPal Zahlungen über Google Pay erweitert den Kreis der angebotenen Kunden deutlich. Zahlungen mit PayPal über den Google Bezahldienst sind mit allen verknüpften und bestätigten deutschen Bankkonten möglich. Hinterlegte Debit- und Kreditkarten können jedoch noch nicht für Zahlungen mit Google Pay genutzt werden.

So funktioniert Google Pay

Google Pay ist eng mit dem Google Konto verbunden. Bezahlen ist nicht nur an Kassen, sondern auch in Onlineshops und vielen Apps möglich. Zahlungen in Onlineshops und Apps sind auch dann möglich, wenn die eigene Bank Google Pay nicht unterstützt. Dann wird die Kreditkarte vergleichbar mit einer Zahlung bei PayPal im konventionellen Verfahren belastet. Die Unterstützung der Bank bezieht sich auf die Verknüpfung einer Kreditkarte mit einem Android Smartphone.

Der Bezahlvorgang mit Google Pay funktioniert ähnlich wie bei einer Kreditkarte mit NFC Chip. Das Smartphone wird in einigen Zentimetern Abstand vor das Terminal gehalten. Bei Zahlbeträgen bis 25 EUR wird der Betrag automatisch ohne weitere Autorisierung abgebucht. Bei größeren Beträgen ist eine Autorisierung durch Eingabe des Sperrcodes oder über den Fingerabdrucksensor notwendig.

Bezahlvorgänge gelten als sicher. Die Daten der hinterlegen Kreditkarte werden nicht auf dem Smartphone gespeichert. Stattdessen generiert die App eine virtuelle Kreditkarte. Bei Bezahlvorgängen werden die Daten dieser virtuellen Kreditkarte an die Bank übertragen. Die Bank gestattet dann eine Abbuchung zugunsten der virtuellen Kreditkarte und belastet die tatsächliche Kreditkarte.

Der Vorteil: Geht das Smartphone verloren, müssen Kreditkarteninhaber ihre Karte nicht sperren lassen. Es reicht, die virtuelle Kreditkarte vom Smartphone zu löschen.

Verbraucher können mehrgleisig fahren

Viele Verbraucher führen Konto und Kreditkarte nicht bei einer an Google Pay teilnehmenden Bank. Wer dennoch mit dem Smartphone kontaktlos bezahlen möchte, kann zweigleisig fahren und eine Prepaid- oder Debit-Kreditkarte beantragen. Diese Karten gibt es ohne Jahresgebühr – zum Beispiel im Fall der Kartenmodelle von Monese, Bunq oder Revolut.

Prepaid- bzw. Debit-Kreditkarten vermeiden die Anhäufung von Kreditkartenschulden, da kein Kreditrahmen zur Verfügung gestellt wird. Um an Ladenkassen bezahlen zu können, muss sich dann jedoch genügend Guthaben auf der Karte befinden.

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